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Wir freuen uns über Ihren Besuch

 

Der Friedhof ist von morgens bis abends besuchbar. Einen Lageplan und Informationen zu besonderen Grabstätten finden sie hier:

Übersicht zum Friedhof

 

Veranstaltungs-Ticker

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Der Evangelische Friedhof in Rathenow – Ein Ort der Erinnerung und Geschichte

Der Evangelische Friedhof in Rathenow, auch als Weinbergfriedhof bekannt, gehört zu den bedeutendsten historischen Friedhöfen Deutschlands. Mit seiner weitläufigen Parkanlage, den kunstvollen Grabstätten und seiner bewegten Geschichte stellt er nicht nur eine Begräbnisstätte dar, sondern auch ein wichtiges kulturelles Erbe Rathenows.

 

Zur Parkübersicht und detaillierten Ansichten kommen Sie hier: Abteilungen des Friedhofs.

Romantischer Friedhof
Treppenblick

 

 

Geschichte des Friedhofs

Der Weinbergfriedhof wurde bereits im 18. Jahrhundert angelegt, als die Bevölkerungszahl Rathenows stetig wuchs und neue Begräbnisstätten notwendig wurden. Der Friedhof diente über Generationen hinweg als letzte Ruhestätte für Bürger der Stadt, darunter zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Militär und Wissenschaft.


Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Friedhof in Teilen beschädigt, blieb jedoch als historisches Denkmal erhalten. Heute steht er unter Denkmalschutz und ist ein wichtiger Ort der Erinnerungskultur.

Architektur und Gestaltung

Der Friedhof zeichnet sich durch eine eindrucksvolle landschaftliche Gestaltung aus. Zahlreiche alte Bäume und gepflegte Grünflächen verleihen ihm einen parkähnlichen Charakter, der Besucher zu Besinnung und Ruhe einlädt. Besonders hervorzuheben sind die vielen kunstvoll gestalteten Grabmale aus verschiedenen Epochen.


Ein besonderes architektonisches Element ist das Torhaus, das im Jahr 1759 erbaut wurde. Nach umfassenden Restaurierungsmaßnahmen dient es heute als Begegnungsstätte für Kulturveranstaltungen, Lesungen und Konzerte.

Bedeutende Grabstätten und Persönlichkeiten

Der Friedhof beherbergt zahlreiche Grabstätten bedeutender Persönlichkeiten der Stadt Rathenow. Dazu gehören unter anderem:

  • Emil Muth (1867–1948): Mitinhaber der optischen Werke „Nitsche & Günther“, der größten optischen Fabrik in Rathenow.

  • Carl Gustav Matthes: Gründer der Ziegelei C.G. Matthes & Sohn, dessen Ziegel mit dem Stempel „C.G. MATTHES RATHENOW“ noch heute an vielen historischen Gebäuden zu finden sind.

  • Mitglieder des Husarenregiments Nr. 3, das in Rathenow stationiert war.

  • Ernst Dreblow, ein Flugpionier, dessen Grabstätte sich in einem besonders idyllischen Teil des Friedhofs befindet.

Die Abteilungen des Friedhofs

Der Friedhof gliedert sich in verschiedene Abteilungen, die sowohl nach historischen als auch nach modernen Gesichtspunkten strukturiert sind. Dazu gehören:

  • Historische Gräberfelder – Hier befinden sich Grabstätten aus dem 18. und 19. Jahrhundert mit beeindruckenden Sandstein- und Marmordenkmälern.

  • Militärische Ehrenfelder – Begräbnisstätten gefallener Soldaten, insbesondere aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg.

  • Familiengrabstätten – Aufwendig gestaltete Grabmale, die über Generationen hinweg gepflegt wurden.

  • Urnengrabstätten – Eine neuere Abteilung des Friedhofs, die den veränderten Bestattungsformen Rechnung trägt.

  • Kindergräberfeld – Ein besonders geschützter Bereich für früh verstorbene Kinder.

Mehr zu den Abteilungen

Pflege und Erhalt des Friedhofs

Die Pflege des Friedhofs liegt in der Verantwortung der Evangelischen Kirchengemeinde Rathenow und des Memento e. V. Um die historischen Grabstätten zu erhalten, gibt es die Möglichkeit der Grabpatenschaften.

 

Dabei können Bürger oder Institutionen alte Gräber übernehmen, um sie zu restaurieren und zu pflegen.

Bedeutung heute

Der Evangelische Friedhof Rathenow ist nicht nur ein Ort der Trauer, sondern auch ein wichtiger Bestandteil des kulturellen und historischen Erbes der Stadt. Er lädt Besucher dazu ein, sich mit der Geschichte Rathenows auseinanderzusetzen und die kunstvollen Grabmale zu bestaunen.

 

Zudem finden regelmäßig Führungen und Veranstaltungen statt, die die Geschichte des Friedhofs und seiner Persönlichkeiten erlebbar machen. Der Friedhof ist konfessionsoffen und steht damit allen Menschen als Bestattungsort zur Verfügung.