Mausoleum des Dichters Joachim Christian Blum

Mausoleum Blums

Das Grab befand sich ursprünglich am heutigen Fuß der Treppe. Es wurde an den östlichen Rand der Abteilung II verlegt um Platz für den Bau der Treppe zur Abteilung II zu schaffen. 

 

Joachim Christian Blum wurde am 19. November1739 in Rathenow als Sohn des Kaufmannes Adolf Christian Blum und seiner Frau Sabina, geborene Stenger und Kaufmannstochter aus Neuruppin, geboren. Er starb am 28. August 1790 in Rathenow. 

Er war zu seiner Zeit ein angesehener und populärer Autor. Für seine gesammelten Versdichtungen von 1776 gingen Bestellungen weit über Preußen hinaus ein. Auch soll die russische Zarin Katharina II. (ehemalige Prinzessin aus Zerbst) ihn "mit Wohlgefallen" gelesen haben.

 

In der Gruft fand man zwei Särge, in dem einen Sarg war der Leichnam von Joachim Christan Blum und in dem zweiten Sarg befand sich der Leichnam seines Freundes Dr. med. Imanuel Meyer, der im Havelland die Pockenschutzimpfung einführte.
Georg Hoffmann vom Rathenower Dichterkreis brachte ihm zu Ehren 1920 eine Tafel mit folgender Inschrift an:

 

Vor langer Zeit, als man in Rathenow und anderswo noch Zöpfe trug,
und Bursch und Maid sich noch in Wolken Puder´s schlug,
da hat er, der hier ruht, Joachim Christian Blum,
zu seiner Heimat Ruhm 

gesungen und gesagt,
was ihm sein warmes Blut geklagt.