Grabmal der Familie Muth
Das alles überragende, monumentale Grabmal der Fabrikantenfamilie Muth ist eines der schönsten auf dem historischen Friedhof am Weinberg in Rathenow. Hier sind bestattet:
Emil Franz Gustav Muth (1867-1948) mit seiner Frau Anna, ihre Tochter Helene Muth und ihr Sohn Carl Wilhelm Muth II (1896-1931. Dieser verstarb relativ früh und wurde neben seiner Schwester Helene beigesetzt.
Die Statue stellt Helene Muth, die als erste verstarb, dar. Zum Anlass ihres frühen Todes ließ die Familie die gesamte Anlage in ihrer heutigen Form errichten. Das kunstvolle Grabmal, errichtet im Jugendstil, zeichnet sich durch seine detaillierte Gestaltung aus.
Durch die Umsetzung dreier Grabsteine von Familienangehörigen von anderen Grabstätten der Abteilung I wird des weiteren erinnert an (Carl) Wilhelm Muth I (1837-1907) und seine Gattin Adelheid sowie an Gustav Hermann August Muth (1869-1909).
Die Familie Muth war eng mit der optischen Industrie der Stadt verbunden. Emil Muth war Mitinhaber und einer der Geschäftsführer der optischen Werke "Nitsche & Günther", des größten Unternehmens in Rathenow. Mitte der 1930-er Jahre wurde Emil Muth, der auch Stadtältester und Stadtrat war, öffentlich geehrt, indem eine Straße nach ihm benannt wurde (heute: Humboldtstraße). Er verstarb im gleichen Jahr 1948, in dem die Enteignung des Unternehmens Nitsche & Günther rechtskräftig wurde. Das Hauptgebäude von Nitsche & Günther wird heute von der Stadt als Rathaus genutzt.
Die Pflege des Grabmals wird von der Stadt Rathenow übernommen, ebenso wie die Betreuung weiterer bedeutender Grabstätten auf dem Friedhof.
